31. August 2014

In der Versenkung

Hallo ihr Lieben,

ui, da war ich jetzt aber lange weg - und kann auch nicht allzu lange bleiben, aber zumindest ein kleines Update sollte drin sein. ;)

Die ganze letzte Woche habe ich annähernd Vollzeit gearbeitet - es war Erstsemester-Woche an der Uni und ganz viele Erstis mussten umsorgt werden, während Pauls Großeltern, die Guten, eine Woche auf ihn aufgepasst haben. Ich habe den Einführungsvortrag gehalten - genau den, bei dem ich vor zwei Jahren zum ersten Mal Pauls Bewegungen in meinem Bauch gespürt habe - und es war total schön und rührend, in die ganzen aufgeregten und nervösen Gesichter zu blicken. Auch etwas, was ich nun zum letzten Mal getan haben werde, daher war es für mich ein ganz bittersüßer Moment. Gleichzeitig läuft mir total die Zeit davon, nur noch ein Monat bis zu meinem Arbeitsende und ich muss jetzt richtig ackern, um  mein Projekt noch abzuschließen. Da werden wohl demnächst noch ein paar Nachtschichten drin sein, da ich es tagsüber mit Paul im Home Office einfach nicht schaffe. Ich habe auch wieder gemerkt, wie anstrengend das Vollzeit-Arbeiten ist und war echt froh, wenn ich abends ins Bett konnte. Gleichzeitig hat mir Paul aber auch total gefehlt und ich denke, dass Vollzeit-Arbeiten bei mir in den nächsten Jahren einfach nicht drin ist.

Und in dem ganzen Trubel ist es dann passiert, dass Paul einfach so eine Nacht durchgeschlafen hat - so was! Ok, genau genommen hat er wohl nicht durchgeschlafen, weil er rechts von mir eingschlafen ist und links von mir aufgewacht, ich ihn also irgendwann im Laufe der Nacht umgebettet haben muss, aber ich konnte mich nicht daran erinnern. Ich habe das dann auch gleich in meinem Traum verarbeitet, wo mir auf einmal, während ich hinterm Gymnasium am Sportplatz stand und kichernderweise mit meiner Freundin heimlich rauchte (was will uns dieser Traum sagen?), merkte, dass ich ja eigentlich ein Kind habe, das ich schon seit einigen Stunden nicht mehr gesehen hatte. Ich bin vor lauter Schreck aufgewacht und es war schon hell draußen und Paul schlief noch. Ganz irres Gefühl! aber der Paul wäre nicht der Paul, wenn das jetzt zur Regel werden würde. Es war natürlich nur ein einmaliger Ausrutscher und wir sind schon wieder bei 2-3 mal pro Nacht. Eh klar. Buhuhu. Aber zumindest gibt es Tendenzen, dass es besser werden könnte, das ist doch schon mal was. Denn, ganz ehrlich - so eine durchgeschlafene Nacht, das hat schon was! ;)

Ansonsten sind wir einfrig dabei den Münchner Wohnungsmarkt zu durchforsten und - wer hätte es gedacht - es gar nicht so leicht, etwas passendes zu finden. Wenn wir nicht gerade nach Aubing-Lochham ziehen, sondern nur einen Hauch zentral wohnen wollen, müssen wir schon sehr tief in die Taschen greifen.:( Besonders bitter, da wir die letzten beiden Jahre nicht mal 500 Euro warm gezahlt haben.... dafür gäbe es in München ein 9 Quadratmeter-WG-Zimmer in Schwabing...
Falls hier also irgendjemand mitliest, der eine schöne 3-4 Zimmer Wohnung in Neuhausen, Nymphenburg, Obermenzing, Pasing, Moosach, Schwabing oder wegen mir auch Sendling an eine reizende junge Familie vermieten möchte ohne sie in den Bankrott zu treiben - immer her damit! :) Oder Tipps, falls ihr was wisst, Tipps sind auch gut. Vielleicht wird ja gerade ne schöne Wohnung im Nachbarhaus frei oder so. Und dann bräuchten wir nur noch nen Kitaplatz bis zum Ende des Jahres. Und einen netten Teilzeit-Job für mich....äh ja...sollte ja alles kein Problem werden, *husthust*!

Habt einen tollen Start in die neue Woche
Alles LIebe
Julia

P.S. Danke für die lieben Kommentare zum letzten Post! Antworten kommen bald! :*






23. August 2014

Ein neues Kapitel

Ihr Lieben,

im Herbst beginnt ein neues Kapitel für uns. 
Es geht zurück in die Heimat, zurück nach Bayern, zurück nach München, dahin, wo meine Wurzeln sind. Mein Mann hat ein tolles neues Jobangebot, im Dezember soll es schon losgehen, und wir werden noch im Herbst umziehen.

So vieles ist jetzt noch zu tun, an so vieles müssen wir noch denken. Der Job ist schon gekündigt, nun müssen eine Wohnung, ein Kitaplatz und ein neuer Job für mich gefunden, der Umzug organisiert und auch schon bald Abschied genommen werden. Endlich erfüllt sich dieser lang gehegte Traum und ich bin unglaublich glücklich, aufgeregt, nervös - und auch ein bisschen traurig.

Letzte Woche war ich mit einer lieben Freundin in Mannheim verabredet - ich war zu früh dran und bin noch etwas durch die Straßen gekurvt. Vorbei am Schloss, wo ich jetzt fast vier Jahre gearbeitet habe. Vorbei an unserer alten Wohnung, in der ich vor zwei Jahren den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Vorbei an der Frauenarztpraxis, in der wir Pauls Herz zum ersten Mal schlagen gehört haben. Vorbei, vorbei. So viele Erinnerungen, erst die drei Jahren in Mannheim, dann die zwei Jahre in der Pfalz.

Bald schon werde ich wieder zwischen unzähligen Kisten am Boden sitzen, werde Bücher, Spielzeug, Kleidung, Fotos in die Hand nehmen, bei jedem einzelnen Stück an Vergangenes denken.
Wir kamen als Berufsanfänger frisch von der Uni und gehen 5 Jahre später als Eheleute und Eltern, um viele Erinnerungen und eine kleine Person reicher.

Ich weiß, dass ich mich mein ganzes Leben lang erinnern werde an unsere kleine Dachgeschosswohnung, in der Pauls Papa unter Fluchen und Stöhnen die Ikea-Küche eingebaut und Paul seine ersten Schritte gemacht hat. Ich werde mich erinnern an die Mandelblüte, die helle Frühlingssonne auf einem Meer von rosaroten Blüten unter strahlendblauem Himmel, an Wein- und Kastanienfeste und den erdigen Geruch von goldenem Laub im Herbst. Ich werde mich erinnern, wie ich mit meiner Freundin morgens im Sonnenschein mit dem Auto nach Heidelberg gefahren bin, wo wir gemeinsam berufsbegleitend studierten, und wie wir uns immer wieder sagten: Das nächste Mal schwänzen wir einfach und fahren nach Strasbourg, sitzen den ganzen Tag im Café, quatschen und gehen shoppen. Wir haben es nie gemacht - wie schade eigentlich, was für eine wunderschöne Erinnerung das nun wäre...

Ich habe mir vorgenommen, ordentlich auszusortieren, nur die schönen und wichtigen Dinge einzupacken, und den ganzen unnötigen Ballast, der sich über die Zeit hinweg angesammelt hat, auszusortieren und wegzugeben.
Und genau so werde ich es mit meinen Erinnerungen machen - ich lasse die traurigen zurück, behalte nur die schönen, und nehme sie in Seidenpapier eingeschlagen und bruchsicher verpackt tief in meinem Herzen mit.

Habt ein wunderschönes Wochenende!

Alles Liebe
Julia


20. August 2014

Pauls erstes Besteck

Hallo ihr Lieben,

wer schon länger hier mitliest, weiß, dass Kochen bei uns daheim Männersache ist. Ich koche nicht gerne und kann es auch nicht sehr gut. Auf jeden Fall hat mein Mann in seinem Sohn nun endlich jemanden gefunden, der seine Freude am Kochen teilt. Wann immer sein Papa am Herd steht, muss Paul auch "hoch, hoch" und darf dann auf der Anrichte sitzend Bananen schälen oder Nudeln in den Kochtopf werfen oder andere unglaublich aufregende Sachen machen. Auch das Selber-Essen klappt schon ganz gut, wenn es auch immer wieder durchbrochen wird von Wut- und Heulattacken, etwa, wenn die flutschige Erbse sich nicht aufspießen lassen will oder das Müsli immer wieder vom Löffel tropft.


Seine ersten Versuche, mit Besteck zu essen, hat Paul mit dem "Toddler-Set" von Truls & Trine* gemacht, das uns schon vor einigen Monaten zugeschickt wurde. Ich bin immer noch sehr begeistert von dem schlichten, aber intelligenten Design, zumal die meisten anderen Bestecke, die man im Laden kaufen kann, viel zu schmale Griffe haben. Das Toddler Besteck hingegen besitzt eine rundliche, ergonomische Form, die mit der ganzen Hand umfasst werden kann. Denn so halten Kleinkinder anfangs ihr Besteck ja auch und nicht wie wir Erwachsenen zwischen den Fingern.


Die Fotos sind nun drei Monate alt - mittlerweile kann Paul auch schon ganz gut mit schmalem Besteck umgehen; für die ersten Schneide-Versuche nutzen wir aber noch gerne das Messer aus dem Toddler-Set, das weder zu stumpf noch zu scharf ist.

Auf den Fotos sieht man ja auch schön die tägliche Vorher-Nachher-Essensschlacht, fällt mir gerade auf :D - obwohl das tendenziell auch schon ein besser geworden ist. Aber den Tripp Trapp schrubb ich immer noch jeden Tag, ach ja. ;)
Was man auf den Bildern auch ganz gut sehen kann - es scheint, dass Paul ein Linkshänder ist/wird. Das bestätigt sich täglich, da er fast alles, was Fingerspitzengefühl oder Kraft erfordert mit der linken Hand macht. Ich hätte nich gedacht, dass man das so früh schon feststellen kann, aber es ist ascheinend so.

Der Teller ist übrigens auch von Truls & Trine - das Besondere ist, dass er leicht beschwert ist und nicht so leicht wegrutscht. (das gilt für die ganze Geschirrserie, auch die Schüssel und den Becher)
Das Besteck und das Geschirr sind nun seit mehreren Monaten fast täglich bei uns im Einsatz sowie in der Spülmaschine und sehen immer noch tadellos aus. Mit 25 Euro ist das Besteck sicherlich kein Schäppchen, aber ich finde es trotzdem empfehlenswert.

habt noch eine schöne Woche!

Alles Liebe
Julia

*Die besprochenen Produkte wurden uns kosten- und bedingungslos von Truls&Trine zur Verfügung gestellt.

17. August 2014

18 Monate

Gestern bist du anderthalb Jahre alt geworden - und eigentlich wollte ich diesen Post auch gestern veröffentlichen. Aber es ging nicht - warum? 
Es war so: Du lagst schon im Bett, es war neun Uhr, die Augen fielen dir schon zu - als dir plötzlich eingefallen ist, dass du ja noch dringend die Luftballons im "Gute Nacht, Gorilla"-Buch anschauen musst. Du bist aus dem Bett geklettert, hast "Maaammmaaa, aufff!" gerufen und bist dann, deine seufzende Mutter im Schlepptau, zurück ins Wohnzimmer zu deinen Büchern getapst.
Irgendwann um kurz nach zehn konnte ich dich dann doch noch hinlegen - und bin gleich selbst mit eingeschlafen, deine Hand in meiner Hand.
Ich bin zur Zeit etwas müder als sonst, da der Alltag mit dir ganz schön aufregend ist - meistens im positiven Sinne, manchmal aber auch im...äh... weniger positiven.
Du bist sehr aktiv, ständig auf Achse; würde ich die Minuten, in denen du ruhig da sitzt und z.B. mit mir ein Buch anschaust, zählen, käme ich gefühlt auf keine halbe Stunde am Tag. Viel lieber kletterst du auf den Stuhl, von dort auf den Tisch und wieder herunter. Läufst die flachen Stufen am Brunnen hinter der Kirche auf und ab und ab und auf. Erklimmst die Treppen zu unserer Wohnung und steigst sie ganz selbständig und konzentriert, eine Hand brav am Geländer, wieder herab. Balancierst auf dem Brunnenrand, während ich dabei versuche, dich vom Hineinstürzen abzuhalten. Dabei muss ich mit den Armen ein O um deinen Körper bilden, denn festhalten darf ich dich meist nicht mehr. "Mama, nein!" sagst du dann und stürmst wieder los.
Du rennst unglaublich gern und auch schon ziemlich schnell, aber wenn du müde bist, wirst du auch gerne auf den Arm genommen. Neulich bist du einfach so auf Papas Arm eingeschlafen, als er dich vom Spielplatz nach Hause getragen hat. 

Zur Zeit kann man dir wirklich jeden einzelnen Tag beim Lernen zusehen - das ist unglaublich faszinierend - und erfordert manchmal viel Geduld und Toleranz. Wenn du, wie schon erwähnt, Schraubverschlüsse zu öffnen übst und dabei dich selber und den Badezimmerteppich mit Zahnpasta einschmierst zum Beispiel. Täglich die ganze Wohnung verwüstest. Überall hineinbohren, alles in die Hand nehmen, genau untersuchen musst - den Windelinhalt, die Zigarettenkippe im Park, einen alten Kaugummi. Ein Hoch auf die Feuchttücher, sag ich da nur!
Du entdeckst gerade die Physik für dich - schaust, wie hoch ein Turm gebaut werden kann, bevor er umfällt. Beobachtest immer wieder, wie die Kugeln in der Kugelbahn herunterrollen und die Matchbox-Autos über den schrägen Buchdeckel hinabsausen.



Du bist sehr fasziniert von den täglichen Abläufen bei uns und hilfst gerne mit - du räumst z.B. die Schmutzwäsche aus dem Wäschekorb in die Waschmaschine, dann holen wir den Tritthocker und du steigst hoch und kippst mit meiner Hilfe Waschmittel ins Pulverfach. (Und heulst dann, weil du nicht mit dem restlichen Waschpulver einen Berg auf dem Badezimmerboden machen darfst.)
Oder du sitzt, wenn der Papa kocht, oben auf der Arbeitsfläche und schneidest mit deinem Kindermesser Gurken oder Bananen klein. Naja, du versuchst es zumindest. 
Du bist nach wie vor ein guter Esser und momentan haust du ordentlich rein - wir vermuten, dass der nächsten Wachstumsschub bevor steht. Du bist momentan 82 cm groß und wiegst knapp 11 kg - mal sehen, wie das nächsten Monat aussieht.
Bananen sind momentan hoch im Kurs bei dir, nachdem du sie jetzt monatelang verschmäht hast. Aber nach wie vor gehört dein Herz der Paprikawurst, den Tomaten und den Blaubeeren. Damit bestreitest du gefühlt 70% deiner Nahrungszufuhr. (obwohl du dich wahrscheinlich auch ausschließlich von Paprikawurst ernähren würdest, wenn wir dich ließen. Heute hast du - ungelogen - die leere Wurstpackung aus dem Gelben Sack gezogen und mir immer wieder vorwurfsvoll "Wuscht! Wuscht! alle-alle" zugerufen. :)

Du liebst deine Omas und Opas heiß und innig, auch wenn du sie jeweils nur etwa einmal pro Monat siehst und wir sind eigentlich immer erst einmal abgeschrieben, wenn wir bei den Großeltern daheim sind. Was auch der Grund ist, warum wir sie in letzter Zeit recht häufig besuchen! ;)

Du zeigt schon erste Trotzreaktionen - immer dann, wenn dir etwas nicht gelingt, bist du sehr frustriert, verständlicherweise. Du willst nun Vieles selber machen, einiges davon klappt schon gut, wie z.B. Treppensteigen, Socken ausziehen, Banane schälen (wenn wir sie geöffnet haben), auf die Kinderrutsche steigen und alleine rutschen; anderes klappt dafür noch nicht so, wie z.B. Schuhe anziehen. Das frustriert dich, du heulst auf und pfefferst die Schuhe durch die Gegend. Wenn du dir weh tust, weil du dir beispielsweise den Kopf am Türrahmen gestoßen hast (frag mich nicht, wie du das immer schaffst) weinst du und haust gegen den Türrahmen. Und dann weinst du, weil die Hand weh tut und rufst dem Türrahmen vorwurfsvoll "Aua! Aua!" entgegen.

Man merkt, dass du ein immer besseres räumliches Gefühl hast. Wenn wir durch die Stadt gehen, willst du immer in die örtliche Buchhandlung, um dort den Sendung-mit-der-Maus-Kalender anzuschauen. Schon 20 Meter vorher rufst du ganz aufgeregt "Maus! Maus!" und es führt kein Weg dran vorbei. 

Spannend finde ich auch, dass du langsam beginnst, selbständig zu spielen. Also dir selbst Spiele auszudenken, ohne dass wir sie dir vorher gezeigt haben. Gestern hast du z.B. dein kleines Gummischwein genommen, hast es ein paar mal hüpfen lassen als ob es laufen würde, dann mit der Schnauze gegen mein Bein gestoßen und ganz verschmitzt "Hajo!" gesagt. So, als ob das Schwein hallo sagen würde. Als ich dann loslachen musste hast du ganz stolz geguckt. Du findest es auch ganz toll, dich zu verkleiden - am liebsten mit meinem Schal und meiner Mütze mit der Häkelblume dran. Beides schleppst du regelmäßig an, dann muss ich es dir überziehen und dann gehst du dich im Spiegel bewundern. Du erkennst dich nun selbst im Spiegel und hast - ganz lehrbuchmäßig - auch eine Vorstellung von dir selbst als Individuum. Du bist "de Paul" und wir bekommen ca. 50-100 mal am Tag mitgeteilt was "de Paul" will und was nicht. Du zeigst z.B. auf die Banane und rufst "De Paul - des da - Nane!" Aber meist wird "De Paul!" einfach universal eingesetzt. Zum Beispiel beim Anziehen, was du nach wie vor nicht leiden kannst (dein Kopf ist immer zu groß für die ganzen Shirts und Pullover mit den viel zu engen Ausschnitten), windest du dich und heulst und rufst "DE PAUL! DE PAUL!" und ich soll mir wohl das "will das nicht" dazu denken.

Du sprichst mittlerweile bestimmt an die 50 Wörter - schon witzig, wenn man bedenkt, dass du noch vor zwei Monaten eigentlich ausschließlich "Oh Nein!" gesagt hast. Aber als einmal der Knoten geplatzt war, ging es Schlag auf Schlag. Du kannst mittlerweile auch fast alles nachsprechen, aber du merkst dir nicht alles. Manche Worte werden sofort gespeichert, andere partout ignoriert. 
Wenn du "Sendung mit der Maus" auf Youtube gucken darfst, (also immer dann, wenn deine Mama so laut schnauft und "jetzt wirklich mal 5 Minuten Ruhe" braucht), weist du deine ruhebedürftige Mama laut im Sekundentakt auf die Protagonisten hin "Gackgack-Maus-Gackgack-Maus-Gackgack-Maus.....!" Der Elefant wird von dir einfach ignoriert.

Hier mal eine Liste der Worte, die du schon sprichst - das meiste verstehen aber wahrscheinlich nur wir Eltern :)

alle-alle - leer 
wo is - Wo ist..? (plus Handflächen nach oben zeigen)
Ebebe - Erdbeere
Mame - Tomate
Nane - Banane
Lone - Melone
Apiss - Apfel
Wuscht - Wurst
utsch - Rutsche
Lasche - Flasche
Bä -Bär
Hajo - Hallo
Tschüss
Tisch
Fisch
Nein
Ja
Da
Rauf
Runter
Hoch
Mama
Papa
Oma
Opa
nass
Wassa - Wasser
Humma - Hunger (plus auf den Mund zeigen)
Maus
Wauwau
Gackgack
Audo - Auto
Aua
Bebi - Babybel
Ball /Bälle (sogar schon die Pluralform! ich bitte um Applaus!)
Eim - Eimer
Ei
Stei - Stein
Has - Hase
Auf
Zu
Misch - Michel (seine Puppe)
des da - das da
an
aus

und natürlich: De Paul!

Mein kleiner Paul, mein Quacki, du bist ein Quatschkopf, ein Lausbub und fast jeder, der dich zum ersten Mal sieht, sagt: "Wie der Michel!" - wegen deines strohblonden Haares, aber ich befürchte (und freue mich auch ein kleines bisschen darauf), dass du eines Tages genauso viel Unsinn anstellen wirst. Manchmal lachst du ganz verschmitzt, dann grinst du und schließt deine Augen ganz fest, ziehst die Schultern dabei ein bisschen hoch, so als würde man dich kitzeln. Das sieht so herzig aus, dass deine Tante neulich im Scherz meinte: "Sag ihm, er soll aufhören so niedlich zu sein, das hält man ja nicht aus!"

In diesem Sinne: Danke für die letzten 18 Monate voller Aufregung, Langeweile, Genervtheit, Ausgelassenheit, Erschöpfung, Glück, und natürlich Liebe, Liebe, Liebe! Jetzt und bis in alle Ewigkeit! 

Deine Mama bzw. MAAAAMMMAAAAAAAA!!!!


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