21. Juli 2014

Nein, er schläft nicht durch, verdammt noch mal

"Und, schläft er schon durch?" fragt die ehemalige Kollegin, die ich zum Kaffeetrinken treffe.
"Und, schläft er schon durch?" fragt die Oma, die sich im Park neben mich auf die Bank setzt.
"Und, schläft er schon durch?" werde ich gefragt, immer und immer wieder.

"Nein, er schläft nicht durch, verdammt noch mal!" würde ich dann am liebsten sagen, sage dann aber meist nur kurz "Nein, noch nicht", und ernte dafür eine Mischung aus mitleidigen und entsetzen Blicken oder ein tröstendes "Das wird schon noch!".

Paul spricht mittlerweile schon einen ganzen Haufen Worte, er kann, wenn ich ihn über die Toilette halte, hineinpieseln, er steigt schon selbstständig Treppen und hält sich dabei selbst am Geländer fest - lauter tolle Sachen, aber alles nicht interessant. Das einzige, das für alle interessant und wichtig ist, ist das Durchschlafen. Maaannnn!
Natürlich wäre es mir auch lieber, er würde durchschlafen.
Denn komischerweise schlafen mittlerweile alle Babies in meinem Bekanntenkreis durch. Die meisten schlafen schlecht oder spät ein, aber durch, das schlafen sie alle. 
Und ich habe keine Ahnung, wie die das machen.
Ob es wohl eine geheime Babyvollversammlung, so mit 15 Monaten, gab, auf der beschlossen wurde, dass ab jetzt durchgeschlafen wird? Und Paul hat es nur nicht mitbekommen?
Klar, natürlich, sowieso liegt das auch noch am Stillen.
Wir stillen immer noch zum Einschlafen abends, nachts, morgens. Alle bisherigen Versuche, das ändern, sind wegen lautstarkem, tränenreichen Protest wieder eingestellt worden. Und ich bin einfach zu schwach, da hart und konsequent zu bleiben.

Seit zwei Nächten versuche ich nun, in Anlehnung an die sanfte Methode nach Gordon, nach dem Einschlafstillen nicht mehr zu stillen, wenn er aufwacht. Zumindest bis ca. 1 Uhr, bis ich ins Bett gehe. Wenn er vor ein Uhr wach wird, halte ich ihn, schaukle ihn, sage leise, dass die Milch jetzt "alle, alle" ist, aber stille nicht - und das funktioniert erstaunlich gut. In der ersten Nacht wurde er noch zweimal wach, schlief jeweils nach 10 Minuten Protest wieder ein, in der zweiten Nacht waren es nur noch 5 Minuten. Allerdings läuft es nur gut, bis ich ins Bett komme. Denn dann dockt er sich umgehend wie ein kleiner Putzerfisch an und will gefühlt die ganze Nacht durchgestillt werden...puuuh.

Wahrscheinlich führt letztlich kein Weg am kompletten Abstillen vorbei. Und eigentlich will ich das ja auch. Und dann wieder nicht. Irgendwo ist es halt, das muss ich mir auch eingestehen, nach wie vor schön und bequem - Ruhemomente im durchaus stressigen Alltag mit Kleinkind. Mein letzter Trumpf, wenn gar nichts mehr geht. Und eigentlich bin ich ja auch Schlaflern-Programm-Gegnerin, selbst wenn sie vermeintlich "sanft" sind. Gleichzeitig kann ich mir aber auch langsam nicht mehr vorstellen, dass für Paul der Schlaf wirklich erholsam ist, wenn er alle Stunde aufwacht, um zu stillen. 
Wann ist es noch Natur und wann schon schlechte Angewohnheit? Wann soll man regulierend eingreifen und wann sollte man den Dingen einfach ihren Lauf lassen?

Wahrscheinlich habe ich einfach immer darauf gehofft, dass sich das alles schon von selbst löst. Das hört man schließlich doch auch so oft: Dass die Kinder irgendwann kein Interesse mehr an der Brust haben, sich selbst abstillen, von heute auf morgen durchschlafen.

Hier hat sich überhaupt gar nichts geändert. Paul würde immer noch am liebsten mehrmals täglich und nachts sowieso stillen.

Meine Furcht ist: was ist, wenn ich abstille und sich auch in Zukunft nichts ändert?
Die Nächte weiterhin schlecht laufen, nur, dass ich dann nicht beim Stillen weiterschlafen kann, sondern mein heulendes Kind durch die Gegend tragen muss.
Wer garantiert mir, dass es wirklich besser wird?


18. Juli 2014

Wir testen den i'coo Pluto Buggy

Hallo ihr Lieben,

manchmal hat man einfach Glück: gerade als unser vorheriger Buggy nach wenigen Monaten so langsam seinen Geist aufgab, haben wir die Möglichkeit bekommen, den i'coo Pluto* der Firma Hauck zu testen und davon möchten wir euch heute berichten. Genau genommen möchte euch Pauls Papa davon berichten :) ich hab ihn nur kurz gefragt, ob er nicht über die technischen Details schreiben möchte und er meinte gleich: "Na, klar ich mach einen Vergleichstest nach verschiedenen Kriterien, Fahreigenschaften, Ausstattung, Alltagstauglichkeit und so ...." und ich so: "Äh, ja, oder du schreibst einfach die Vor- und Nachteile?" und er: "ne, ne, wenn dann mach ich das schon gescheit!"
FAlls ihr also gerade noch auf der Suche nach einem neuen Buggy seid oder euch über kurz oder lang einen anschaffen wollt - hier kommt nun der ultimative Test. Ich übergebe an Pauls Papa und wünsche viel Spaß beim Lesen! :)

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Bevor ich ins Detail gehe, noch kurz ein paar Worte zu unserer Kinderwagen-Vorgeschichte: Am Anfang hatten wir einen Hartan Lite XL und waren, solange wir ihn nur mit  Babyschale verwendeten, auch zufrieden. Als Sportwagen war er uns aber einfach zu groß und klobig und Paul saß darin immer etwas komisch. Deshalb haben wir ihn nicht lange verwendet und uns einen Peg Perego Pliko Switch als Buggy gekauft, der für uns also den Vergleichsmaßstab für den Pluto bildet. Damit es nicht nur Text, sondern auch ein paar Impressionen gibt, zeigen wir euch einige Bilder des Pluto aus unserem Urlaub an der Nordsee.

Das Design: Auffällig, stylisch, glänzend
Optisch ist der Pluto auf jeden Fall gelungen. Sein Aluminiumgestell glänzt in der Sonne, die Linienführung ist klar und stimmig, man findet sich sofort zurecht. Auch auf der Straße ist er ein Hingucker, besonders wenn man ihn einer knalligen Farbe bestellt. Unsere Version in schwarz ist etwas dezenter, wirkt dafür aber sehr edel.




Nicht nur Eltern werfen gerne einen Blick auf unseren chicen Buggy, auch die ostfriesische Kühe starrten gebannt auf Pauls kleinen Flitzer ;) 
 


Im Vergleich dazu ist das etwas überladene und plastikdominierte Optik des Pliko Switch nicht ganz so gefällig. Es gibt insgesamt mehr Kanten und Ecken und er wirkt nicht so aufgeräumt. Dieser Punkt geht also an den Pluto. 


Fahreigenschaften: Wendiger Kurvenflitzer für die Stadt
Ganz klar, der Pluto fühlt sich in der Stadt am wohlsten. Durch das kompakte Design und die um 360 Grad drehbaren Vorderräder schlängelt er sich mühelos durch jedes Geschäft und durch jede Fußgängerzone– sogar durch die Hohe Straße in Köln an einem Samstagnachmittag mit ihren 25 Jungesell(inn)enabschieden, wie wir letztes Wochenende festgestellt haben. Mit dem Kopfsteinpflaster bei uns in der Altstadt kommt er aber ebenfalls gut zurecht. Halbwegs vernünftige Feldwege sind auch kein Problem, so hat uns der Pluto schon auf Spaziergängen durch die heimischen Weinberge und – wie auf den Bildern zu sehen – durch das ostfriesische Weideland begleitet.
Für wirkliche Outdoor-Einsätze im Wald ist er dagegen nicht gedacht, da haben dann diese riesigen Emmaljunga-Schiffe mit ihren Traktorreifen doch Vorteile – aber die sind natürlich auch doppelt so groß und drei Mal so schwer wie der kleine Pluto.
Angeschoben wird der Pluto durch zwei Griffe, die gut in der Hand liegen. Er lässt sich auch gut mit einer Hand fahren, auf den Coffee to go müsst ihr also nicht verzichten.  Zwar lassen sich die Griffe nicht in der Höhe verstellen, trotzdem kommen wir beide damit gut zurecht. Ein Vorteil zweier Griffe im Vergleich zu einer durchgehenden Stange ist, dass Einkaufstüten oder die Wickeltasche leichter drangehängt werden können. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass der Schwerpunkt des Pluto relativ weit hinten liegt. Ist der Sitz mit einem kleinen Fahrgast belegt, ist das kein Problem, im leeren Zustand kann der Pluto aber nach hinten kippen, wenn man eine allzu schwere Wickeltasche an die Griffe hängt – deshalb sollte die immer abgenommen werden, bevor der Passagier aussteigt.
Der Pliko Switch hat etwas größere Reifen, dadurch ist er auf schlechten Wegen ein bisschen im Vorteil, für richtig schweres Gelände reicht es aber nicht. In der Stadt ist er dafür nicht so agil und wendig wie der Pluto. Letztlich passt der Pluto für unsere Bedürfnisse am besten. In 95 Prozent aller Fälle sind wir in der Stadt oder auf Spazierwegen unterwegs, im Wald finden wir eine Mischung aus Manduca und selber laufen ohnehin praktischer als einen Kinderwagen durchs Unterholz zu quälen.
 
Komfort: Großer Sitz, kleiner Korb
Die große Sitzfläche ist ein echter Pluspunkt des Pluto und angesichts der kompakten Maße im ersten Moment eine Überraschung. Paul hat noch jede Menge Platz, so kann auch mal ein Kuscheltier oder seine Trinkflasche neben ihm mitfahren. Dadurch kann man den Pluto also relativ lange verwenden und auch für größer gewachsene Kleinkinder. Ob Babys ab 6 Monaten aber schon vernünftig in der großen Fläche sitzen können wie offiziell angegeben, würden wir eher bezweifeln. Aus unserer Sicht eignet sich der Pluto frühestens ab dem ersten Geburtstag.
Für Sicherheit sorgen die 5-Punkt-Gurte, deren Bedienung im Alltag keine Rätsel aufgibt. Wenn es ganz schnell gehen muss, kann auch mal nur der untere Teil als Hüftgurt verwendet werden. Einen Sonnenschutz hat der Pluto natürlich auch, mit der ausklappbaren Verlängerung  kann man ihn noch etwas verlängern.
Die Rückenlehne lässt sich in drei Stufen verstellen. Das reicht im Alltag aus, ganz waagerecht und ganz senkrecht geht es aber nicht, was wir anders besser gefunden hätten.
Am Einkaufskorb zeigt sich ebenfalls das bevorzugte Revier des Pluto: die Einkäufe vom Markt passen rein, der Wocheneinkauf oder das große Windelpaket eher nicht. Der Einkaufskorb sitzt relativ hoch und durch die Querstreben bekommt man größere Gegenstände nicht so leicht hinein, besonders in der Liegeposition. Ein nettes Extra ist aber das in der Rückenlehne integrierte kleine Fach.
Beim Pliko Switch ist der Korb niedriger und größer, dadurch kommt man besser dran. Allerdings ist der Korb des Pliko Switch bei uns schon nach relativ kurzer Zeit durchgescheuert. Wer die Größe des Korbes ausnutzt stellt nämlich leider fest, dass dieser dann gerne bis auf die Straße durchhängt. Das kann beim Pluto nicht passieren.Dafür kann man den Pliko Switch in eine 180 Grad Liegeposition bringen - Punkt für den Pliko.

Alltagstauglichkeit: klappt gut  
Besonders gelungen ist I'coo die Bedienbarkeit, das gilt sowohl für Bremse als auch für den Klappmechanismus. Letzterer ist bei manchen Modellen ja so ein Fall für sich. Beim Hartan war immer eine Mischung aus Technik, Erfahrung und Selbstvertrauen nötig, um ihn zusammenzufalten. Beim Pliko Switch ging es grundsätzlich gut, manchmal (meistens wenn es schnell gehen musste) hat er aber ziemlich gebockt. Außerdem war immer größere Sorgfalt nötig um ihn auf das kleinstmögliche Faltmaß zu bringen, u.a. muss dazu die Sitzeinheit abgenommen werden. Gerade wenn der Kofferraum wie bei uns begrenzt ist, war das schon manchmal etwas nervig.
Der Pluto dagegen faltet sich immer leicht und sofort auf das Minimalmaß. Er ist dann sehr schmal (39cm) und niedrig (44cm), allerdings recht lang (105 cm). Das ist perfekt, sofern der Kofferraum lang oder breit genug ist um ihn längs bzw. quer hineinzulegen. Fahrer riesiger Familienvans können über solche Überlegungen wahrscheinlich nur müde lächeln, die bekommen die Plutos für eine ganze zukünftige Fußballmannschaft in den Kofferraum. Aber für uns Kompaktwagenfahrer zählt eben jeder Zentimeter. In unserem Seat Leon (ein spanischer VW Golf) ist der Kofferraum zum Glück gerade breit genug, auf Urlaubsreisen haben wir dadurch deutlich mehr Platz im Kofferraum als mit dem Pliko Switch.




Verarbeitung: Daumen hoch
Um es kurz zu machen: an der Verarbeitungsqualität des Pluto gibt es absolut nichts auszusetzen, da hat Hauck ganze Arbeit geleistet. Alles wirkt stabil und durchdacht, Sollbruchstellen haben wir bisher nicht gefunden. Vor allem das Aluminiumgestellt wirkt geradezu unverwüstlich, auch die Bremse und alle anderen mechanischen Teile sind robust gebaut.
Im Gegensatz dazu ist die mangelhafte Verarbeitung die mit Abstand größte Schwäche des Pliko Switch. Schon nach einem halben Jahr Alltagseinsatz zeigen sich gleich an mehreren Stellen Verschleißerscheinungen: die Bremsstange löst sich immer wieder aus der Verankerung, wir behelfen uns mit Klebeband. Der Einkaufskorb ist auf dem Boden gescheuert und hat daher ein Loch. Die untere Verankerung im Gestellt defekt, dadurch rastet er beim Aufklappen nicht mehr richtig ein. Auch der Mechanismus zum Verstellen der Rückenlehne wurde schnell zunehmend hakelig und funktioniert oft erst beim zweiten Versuch richtig.

Fazit: kleiner Pluto ganz groß
Insgesamt sind wir mit dem Pluto sehr zufrieden, er wird uns auf jeden Fall begleiten bis Paul keinen Kinderwagen mehr braucht – und nach den bisherigen Eindrücken wird er dann noch immer in gutem Zustand sein. Einen wirklichen Nachteil haben wir nicht gefunden, kleine Details wie der nicht so große Einkaufskorb oder das Umkippen  lassen sich verkraften. Wie beschrieben ist er für 6 Monate alte Babys aus unserer Sicht noch nicht ideal und frühestens ab dem ersten Geburtstag zu empfehlen, unter 80 cm wirken kleinere Kinder doch etwas verloren darin.
Im Handel ist der Pluto für 250-300 Euro erhältlich, für die gebotene Qualität ein angemessener Preis.Im direkten Vergleich mit dem Pliko hat er eindeutig gewonnen.

An dieser Stelle vielen Dank fürs Lesen - wenn ihr noch Fragen habt, gerne! :)
Und uns würde natürlich auch interessieren: welchen Kinderwagen/Buggy benutzt ihr und mit welchem wart/seid ihr bisher am zufriedensten?

*Der Pluto wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Die hier geäußerte Meinung stellt unsere eigene dar.


16. Juli 2014

Spielideen für Kleinkinder

Hallo ihr Lieben,

wir sind gut wieder daheim angekommen und auch noch Fußballweltmeister! was will man mehr! :)
Da leider die SD-Karte der Kamera verschollen ist und wir noch nicht ganz durch das Koffer-Taschen-Tüten-Reisechaos durch sind, kann ich noch keine Urlaubsfotos zeigen - kommt aber noch! Es war nämlich echt schöööön.

Daher zeige ich heute mal wieder, womit Paul (mit heute offiziell 17 Monaten - wie kann das sein?!) zur Zeit gerne spielt:

1.) "So-tun-als-ob"
Schon seit einiger Zeit findet Paul jede Form von "So-tun-als-ob" toll. Sehr gerne mag er es etwa, wenn die Mama denkt, er wäre ein Kopfkissen, das sie sich erstmal "zurechtklopfen" (kitzeln) muss und dann laut schnarchend auf seinem Bauch einschläft, da hält er dann immer richtig still, bis er auf einmal losprusten muss. Auch toll ist es, wenn die Kuscheltiere "lebendig" werden: Wenn die Handpuppen-Eule ihn auf einmal in den Finger beißt  oder sich alle seine Kuscheltierfreunde zum Kaffeekränzchen treffen. Da schenkt er erst allen Tieren Kaffee ein und führt ihnen dann die Tasse zum Mund. Ich finde es ganz toll, zu sehen, wie er das schon richtig spielt und dabei auch künstliche Schlürf-Geräusche macht.



Die Kaffeerunde wird dann meist nach drei bis fünf Minuten aufgehoben, indem Paul erst das gesamte Geschirr hinunterfegt und dann alle Tiere nacheinander umstößt.
Er wird sicherlich mal ein spitzenmäßiger Gastgeber!


2.)  Schütten - Schöpfen - Gießen - Sortieren
Sachen hin- und herschütten macht Paul schon immer Spaß und auch die Begeisterung für Wasser ist nach wie vor ungebrochen. Wenn gar nichts mehr geht, setze ich ihn in seinen Hochstuhl, gebe ihm ein paar mit Wasser gefüllte Gefäße und er schüttet fröhlich vor sich hin. Natürlich sind danach Paul und der Boden nass, aber das ist halt der Preis für ein paar Minuten Zeit, um mal wieder mit der Freundin zu telefonieren oder in Ruhe einen Kaffee zu trinken. (man muss nur aufpassen, dass einem dann nicht die Tasse vom Tisch gefegt wird ;)

Nach dem WM-Finale lagen noch ein ganzer Haufen Bierflaschen-Kronkorken auf dem Wohnzimmertisch (nein, wir haben die nicht alle selber getrunken, wir hatten Freunde zu Besuch ;), die habe ich dann mit trockenen Nudeln gemischt und Paul hat das dann in zwei Behälter auseinander sortiert.

Spaß machen ihm auch "Schöpfübungen", wie hier, wo er mit dem Löffel Bälle von einem Topf in den anderen befördert und balancieren muss. Man kann es vom großen Schöpflöffel, über den Salatbestecklöffel bis zum Esslöffel immer schwieriger werden lassen.




3.) Bücher
Sehr beliebt sind hier momentan Bücher, in denen wahlweise Kinder oder Bären irgendwelche Sachen machen: z.B. Nudeln essen, rennen, Socken anziehen, sich umarmen. Wir sind damit wohl auf Stufe zwei des Bilderbuch-Guckens angelangt. Nach Stufe 1: "Wo ist die Ente?" - "Daaa!" nun "Wo ist denn der Bär, der weint?" - "Da - OHH NEIN!")




4.) Slapstick
Paul ist gerade im schönsten Slapstick-Humor-Alter. Haut sich die Mama den Zeh an und flucht, fällt der Omma an der Kasse der Geldbeutel runter, stolpert die Maus aus der "Sendung mit der Maus" über den Elefanten - Paul ist die Schadenfreude in Person.  Meistens muss er dann auch noch dezent mit "OH NEINN - da! da! da!" darauf hinweisen. Was bei oben genannter Kassenszene, als die halbe Schlange eh schon am Boden kniete, um sich nach den Münzen der Omma zu bücken, noch für eine schöne Hintergrunduntermalung gesorgt hat. Ansonsten kann man ihn immer bestens unterhalten, wenn etwa die Kuscheltiere irgendwo dagegen laufen oder sich anstoßen oder hinter die Couch fallen.
Naja, vielleicht hat er aber auch nur einen sehr, sehr seichten Humor. ;) oder wie ist das bei euren Kindern???


Alles LIebe
Julia








10. Juli 2014

Links für euch

Guten Morgen ihr LIeben,

heute habe habe ich mal wieder ein paar interessante Links für euch und wünsche viel Spaß beim Lesen!

  • Ich habe mich schon oft gefragt, wie es passieren kann, dass eine Gruppe von Freunden schwimmen geht und einer von ihnen ertrinkt völlig unbemerkt von den anderen. Das passiert Jahr für Jahr, jeden Sommer kann man in den Zeitungen davon lesen. Doch wie kann das sein? Die Erklärung liegt auf der Hand. Die meisten von uns würden nicht erkennen, dass Jemand dabei ist, zu ertrinken. Warum? Weil ertrinken nicht wie ertrinken aussieht - zumindest nicht so, wie wir es aus dem Fernsehen kennen, mit wildem Armgefuchtel und Geschrei. Ertrinken geht völlig lautlos vor sich und ist daher so gefährlich. Wie und woran man einen Ertrinkenden erkennt und was man in der Situation tun kann, erfahrt ihr in diesem Artikel: Ertrinken sieht nicht wie ertrinken aus
Bitte lest diesen Artikel und leitet ihn am besten an alle, die ihr kennt, weiter - ich glaube, die wenigsten sind sich darüber im Klaren.

  • Den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis hat sie zwar nicht bekommen, aber dafür den Publikumspreis bei den 38. Tagen der deutschsprachigen Literatur gewonnen: Gertrud Klemm mit ihrem Text "Ujjayi". Aus diesem Text schwappen einem die vielfältigen Frustrationen der Mutterschaft entgegen - der überengangierte Vater, der auf das zweite Kind drängt, während die Mutter, Protagonistin des Textes, noch Mühe hat das erste Kind, ein ehemaliges Schreibaby, in seiner ganzen Kleinkind-Nervigkeit zu akzeptieren. Die Schwiegereltern, der Haushalt, die noch immer nicht beendete Dissertation und wie das alles mit zwei Kindern gehen soll - darüber denkt sie nach, während sie, von ihrer Familie zum Ausruhen gedrängt, auf der Couch liegt - denn schließlich ist Muttertag:
Tom sitzt jetzt auf dem Fußboden, wo er ein Puzzle ausbreitet, und Manuel läuft zu allererst einmal wie ein Verrückter durch das Puzzle durch, in Wellen bricht das Testosteron über diese kleinen Körper herein, jagen, werfen, zerstören, töten, all das will gelernt werden unter der Fuchtel der Hormone, ein Puzzleteil verschwindet unter der Couch, Tom lächelt verständnisvoll, sie muss sich zusammenreißen, dass sie jetzt nicht aufspringt, erst das Puzzleteil retten und sich dann zum Trainieren zurückziehen, ein bisschen Yoga, und auch die Wäsche ginge sich noch aus, sogar ein wenig Gartenarbeit, all das ließe sich noch in den Vormittag hinein schlichten, aber noch ist Muttertag, und heute wird nicht gearbeitet, dass sie nicht einmal heute tun darf, was sie will, weil sich die Mutterschaft mit ihrem behäbigen Arsch auf Franziskas Zeitmanagement niedergelassen hat.

Böse und frustriert liest sich, was Gertrud Klemm da schreibt - und ist trotzdem gut, da sie wahrscheinlich bei jeder Mutter einen Nerv trifft. Wer den ganzen Text lesen will - bitte hier entlang.


  • bei 10minutemail bekommt ihr genau das - eine Email-Adresse für 10 Minuten. Perfekt, wenn man sich z.B. in einem Forum oder einem Online-Shop registrieren soll, aber nicht seine eigene Emailadresse eingeben möchte. Ist kostenlos & seriös.
  • Ein Doktorand der Uni Bonn sucht noch dringend Umfrage-Teilnehmer zu einem wichtigen Thema: Wie können Kitas transparent(er) und damit besser vergleichbar gemacht werden? was sind die Wünsche und Fordernungen der Eltern? Wer mehr darüber erfahren will - hier gucken.
  • Carolin Kebekus schreibt, warum sie die Zeitschrift Brigitte hasst. In der Brigitte.

  • ist dieses B&B nicht ein Traum? und die tollen Fotos erst - da wächst gleich wieder meine Alpen-Bergseen-Bergblumenwiesen-Sehnsucht, hach! Baby Lu und ihre Eltern haben die gemeinsame Elternzeit nämlich in Italien verbracht, viele schöne Fotos und Tipps findet ihr auf dem zugehörigen Blog von Antonia.

So, jetzt gibt es erstmal Frühstück auf der Terrasse - so schön! :)



Ihr Lieben, habt einen wunderschönen Tag

Julia











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