19. Februar 2015

Julia fastet

Ihr Lieben,

hach, ich weiß gar nicht was ich sagen soll! So viele liebe Kommentare, Glückwünsche und Lob unter dem letzten Post - habt tausend Dank dafür! Ihr habt mich echt ein bisschen verlegen gemacht❤️
Und das nächste Mal verteile ich dann auch gleich eine Runde virtuelle Taschentücher. :D Ich bin immer noch ganz gerührt von der Vorstellung, wie ihr alle schniefend vor dem Bildschirm saßt. :))
Und dass sich auch einige sonst anonyme Leserinnen zu Wort gemeldet haben, freut mich ganz besonders. Das beruhigt doch ungemein, dass da tatsächlich echte Menschen bzw. heulende Mütter vor dem PC sitzen und keine perversen Axtmörder.

So, mit dieser eleganten Überleitung kommen wir gleich zu einem ganz anderen Thema.
Gestern hat ja die Fastenzeit begonnen.

Und ich...

werde...

Süßigkeiten

fasten!
*tatatatammm*

Ich esse nämlich viele Süßigkeiten. Sehr viele. Zu viele.
Und meistens zwischendurch, aus Langeweile, Stress, Ungeduld. Mein Tiefpunkt war vorgestern - das war vielleicht auch der ausschlaggebende Punkt - als ich mir nachts um elf vor dem Schlafengehen im Nullkommanix noch eine Vierer-Packung KitKat reingepfiffen habe. Einfach so. Weil sie da war.
Das muss ein Ende haben.

Bis zum Gründonnerstag gibt es hier nun:
- keine Süßigkeiten (Schokolade, Gummibärchen, Kekse...)
- keine Chips, NicNacs, Flips
- Kuchen/Teilchen nur in Maßen

Ob ich wohl durchhalte? Ich bin echt gespannt, da ich ja bekanntlich die Meisterin des Aufgebens bin und schon tausend Dinge mehr aufgegeben habe, als die meisten Menschen je angefangen haben. ;) Naja, immerhin zwei Tage habe ich schon geschafft! Fehlen noch 38! Leichteste Übung!
Heute habe ich anstatt Schokolade einen Apfel und eine Möhre gegessen und mich gleich ganz ätherisch gefühlt.

Ich habe es auch schon stolz meinem Mann erzählt, dass ich jetzt Süßigkeiten faste, worauf er wie ein Kind strahlte und sagte: "Toll, dann krieg ich ja mal was ab!"
So als ob er nie was abbekäme, weil ich immer alles aufessen würde.
Pfft.
Ok, das stimmt schon.
Aber ich kann auch einfach nicht mit Süßigkeiten im gleichen Raum sein, ohne sie auch zu essen.
Ich habe da ja die Süßigkeiten-Schubladen-Theorie. Die Kinder, bei denen es daheim Süßigkeitenschränke und -schubladen gab, haben als Erwachsene weniger Heißhunger auf Süßes weil es nicht so ein "Das ist etwas Verbotenes, das gönn ich mir jetzt"-Charakter hat.
Die anderen Kinder, das waren die, bei denen es das nicht gab und die dann auf den Kindergeburtstagen immer über diese Schubladen herfielen, um dann in einen hyperaktiven Zuckerrausch zu geraten. (Dreimal dürft ihr raten, zu welcher Gruppe mein Mann und zu welcher ich zählte.)

Weniger günstig ist, dass wir nach dem Geburtstagswochenende den ganzen Schrank voller Smarties, Gummibärchen, Keksen und Co. haben.
Ich werde jetzt einfach meinen Mann zwingen, alles in die Arbeit mitzunehmen. Dann kann er im nächsten wichtigen Businesskasper-Meeting eine Runde Mini-Smarties schmeißen. Wie in der Toffifee-Werbung. Da ist er bestimmt der Held! Also ich würde mich freuen. (Ach nee, ich faste ja)
Vor allem, wenn es so ist wie bei meiner letzten Teamsitzung, wo es den Tagesordnungspunkt "Geburtstage feiern ja/nein" gab und zwanzig Minuten diskutiert wurde, ob Geburtstage gefeiert werden, wenn ja, ob alle oder nur runde Geburtstage, und ob jeder selbst bestimmen kann, wieviel Geld er in den Pott wirft oder ob es eine Höchstgrenze gibt und dass man sich selbstverständnlich nicht verpflichtet sehen müsse, einen Kuchen zu backen, es aber natürlich jedem frei stünde und ob ein Geburtstag nicht per se etwas Privates sei, aber eine kleine Aufmerksamkeit doch schon angebracht.
Mit Smarties wäre der Drang, mit dem Schädel auf die Tischplatte zu schlagen, sicher deutlich geringer gewesen.

In diesem Sinne:
Wer fastet mit?!
Noch könnt ihr einsteigen - es wird WAHNSINNIG LUSTIG!
(meine Schwester hat festgestellt, dass man immer, wenn man etwas plant, nur "Es wird WAHNSINNIG LUSTIG" dazu schreiben muss, weil dann alle Leute denken, sie verpassen etwas und mitmachen)

Auf geht's, Mädels!
Es wird WAHNSINNIG LUSTIG!


Gute Nacht und schlaft schön

Julia









16. Februar 2015

2 Jahre

Gestern bist du zwei Jahre alt geworden, mein kleiner Schatz.
2 Jahre.



Wirklich schon 2 Jahre?
Wirklich erst 2 Jahre?

Schon 2 Jahre? Warst du nicht eben erst ein kleines Baby mit pechschwarzem Haar, das viel geweint, wenig geschlafen und genau in meine Armbeuge gepasst hat?
Erst 2 Jahre? Wie kann es sein, dass du erst zwei Jahre bei uns bist und es sich trotzdem so anfühlen, als wärst du schon immer da, schon immer ein Teil von uns gewesen?

Vor zwei Jahren bist du auf die Welt gekommen, mein kleines Winterbaby, so sehnsüchtig wurdest du erwartet. Jeder einzelne Tag der Übertragung zog sich in die Länge wie Kaugummi, einer Ewigkeit gleich. Und nun ist die Geburt schon zwei Jahre her und ich kann beim besten Willen nicht sagen, wo die Zeit geblieben ist.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, dich zu beschreiben. Du bist so niedlich und herzlich, kuschelst gerne und viel, du bist eigensinnig ohne dickköpfig zu sein, du verstehst schon so viel und  weißt mit deinen zwei Jahren schon so genau, was du willst, du schläfst immer noch nicht besonders gut, würdest immer noch gerne den ganzen Tag stillen und hast lustige Eigenarten, von denen wir uns nicht recht erklären können, wo sie herkommen.

Du bist ein sehr liebes Kind - z.B. teilst du gerne. Wenn du ein Päckchen Gummibärchen bekommst, gehst du eine Runde und verteilst sie - eins für den Opa, eins für die Oma usw. Aber wehe, jemand nimmt dir etwas weg! Wenn deine Cousine z.B. ein Stück Pappe unterm Tisch findet und damit wedelt, ist das natürlich "PAULS!!!" und die schönste und wunderbarste Pappe auf der ganzen Welt, die Bester-Freund-Pappe, ohne die ein Leben sinnlos ist. Du kreischst und wütest, bis dir deine Cousine die Pappe irgendwann gelangweilt überlasst und die Pappe damit nicht weiter interessant ist.
Dabei merke ich auch oft, dass du mittlerweile gar nicht mehr so klein und unschuldig bist und genauso zurück ärgern kann. Richtig in Rage kommt ihr beim Nein-Doch-Sagen. Deine Cousine sagt: "Ich hab' keinen Durst!" und du sagst "Doch!" Sie sagt "Nein!", du "Doch", bis sie irgendwann "NEEEEEIIIIINNN" brüllt und du lachst.
Überhaupt kann dich kaum jemand so zum Lachen bringen wie sie. Gestern etwa, als sie immer wieder an deinen Füßen gerochen und "Ihhh...Stinkefüße!" gerufen hat, wärst du vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. (Mit deinem feinen Sinn für Humor kommst du offensichtlich nach deiner Mutter.)
Du lernst auch viel von ihr - z.B. Quatsch machen und dann "Entschuldigung!" sagen, oder selbst aufs Klo gehen, das übst du auch schon fleißig, so dass wir daheim häufig schon den ganzen Tag ohne Windel auskommen. Manchmal geht im Eifer des Gefechts auch etwas daneben, dann muss ich dich ganz schnell umziehen - "Der Paul ganz nass!" sagst du dann vorwurfsvoll.
Über deinen Sinn für Ordnung amüsiert sich schon die ganze Familie - ob es wohl noch viele Kinder gibt, die das Geschenkpapier erst einmal wegwerfen müssen, bevor sie sich dem Geschenk selbst widmen können?

Du bist verstädnisvoll und kooperativ. Naja, vorausgesetzt du bist nicht hungrig oder müde. Aber wenn du satt und zufrieden bist, kann man dir sehr viel erklären. Dass man zum Beispiel erst noch an der Kasse zahlen muss, bevor man in die Breze beißen darf, zum Beispiel.
Du hast ein Verständnis von Zeit, auch wenn alles, was vergangen ist "gestern" ist, egal ob heute morgen, gestern oder im Sommer. ("Gestern" warst du nach eigenen Angaben Drachen steigen, beim Opa im Garten und hattest einen Marienkäfer auf der Hand sitzen, so hast du es uns zumindest heute erzählt)

Du bist ein bisschen eigenbrötlerisch und hast deinen eigenen Kopf. Was die anderen sagen oder machen, interessiert dich nicht so sehr. In der Krippe hast du den Bereich um die Spielküche zu deinem Territorium erklärt und verstehst gar nicht, warum du nicht da am Tisch essen kannst und mit den anderen Kindern am großen Tisch sitzen sollst. Aber mittlerweile kommst du wohl auch mal aus deiner Ecke raus und spielst auch mit den anderen Kindern. Letzte Woche hast du gefragt, wann du wieder in die Krippe kannst und "Paul gerne Krippe geht. Alle Kinder gerne mag!" gesagt - Gott, war ich da froh!

Manchmal hast du deine verrückten fünf Minuten - dann läufst du wie der geölte Blitz hin und her und rufst "Der Paul 'nelllll!" - Der Paul ist so schnell! Aber gleichzeitig macht dir Geschwindigkeit auch ein bisschen Angst - mit deinem neuen Laufrad (eine kleine Vespa!! Ich find sie so cool!) gehst du im Schneckentempo durch den Flur und hängst dir deinen kleinen Korb an den Lenker - dann fährst du "eikaufn". 
Du hilfst gerne im Haushalt mit - Wäsche aufhängen oder den Plastikmüll aus dem Eimer in den gelben Sack stopfen, Tisch wischen und decken, kehren und saugen. Wie lange das wohl noch anhält?

Du bist klug. Du kennst alle Farben und betonst das auch immer gerne mit einem zurückhaltenden "Der Paul kennt alle Farben!! ALLE FARBEN!". Du findest sofort ein bestimmtes Buch in deinem dreistöckigen Bücherregal. Du hast Lieblingsbücher, von denen wir uns oft gar nicht erklären können, warum. "Ich hab dich lieb" zum Beispiel, das eigentlich für Einjährige ist, schleppst du immer wieder an. Am Ende des Buches sagt die Mama Elefant zum Baby Elefant "Doch egal, ob du gut warst, mal wenig, mal mehr, eins ist ganz sicher - Ich liebe dich sehr!"
"Liebe sehr!" sagst du dann immer, so wie "Bitte sehr!" und lachst. Neulich, als wir abends im Bett lagen, hast du mir plötzlich in die Augen gesehen und "liebe sehr!" gesagt und ich war ganz überrumpelt und gerührt von dieser ersten und unerwarteten Liebeserklärung von dir, dass ich gar nichts sagen und dich nur fest umarmen konnte.

Weißt du, was witzig ist? Das fast jeder, dem ich sage, wie alt du bist, sagt: Ach, genieß es, das ist die schönste Zeit! Und das sagen Sie mir, seit du geboren wurdest. Denn egal, ob klitzekleines Baby oder schon so großer Zweijähriger - eigentlich ist immer die schönste Zeit.
Eigentlich immer, wenn wir zusammen sind.

Ach mein kleiner Schatz, was könnte ich hier noch schreiben?
Etwa, dass du immer noch so klein wirkst, wenn du schläfst. Wenn du die Arme neben deinen Kopf abwinkelst, so wie du es als Baby schon getan hast. Oder davon, wie es zieht in meinem Herzen, wenn ich sehe, wie du ganz tapfer mit deinem Teddy unterm Arm in den Gruppenraum der Krippe stapfst und mir sagst, dass du "schon groß" bist. Und wie schön es ist, dich nach der Arbeit abzuholen, dich noch beim Spielen zu beobachten, bis du mich bemerkst und losrennst und dich in meine Arme wirfst. 

Ich hoffe, du weißt, dass sie immer offen für dich sein werden.

Mein Schatz, was bleibt mir am Ende anderes zu sagen als:
Liebe sehr.
So sehr!
So, so sehr!

Deine Mama



6. Februar 2015

Die Wickeltasche fürs Kleinkind - was gehört hinein?

Hallo ihr Lieben,

ich kann gar nicht genau sagen, wann genau Schnuller, Gläschen, Einmal-Wickelunterlagen und Mullwindeln aus unserer Wickeltasche verschwunden sind. Das war mehr so ein schleichender Prozess. Wohl zeitgleich damit, dass ich unsere praktisch-aber-hässliche Umhänge-Wickeltasche im Messengerstil nicht mehr sehen konnte. (Ok, das war bei uns am Ende aber auch die braune dm-Wickeltasche, die ich auf so nem Bloggertreffen letztes Jahr bekommen habe - die ist zwar wirklich günstig und praktisch, aber schön ist was anderes.)
Auf jeden Fall habe ich mir dann eine andere Tasche besorgt, die zwar auch eine Wickeltasche ist, aber, wie ich finde, nicht so sehr danach aussieht. Ok, theoretisch. Praktisch ist sie, wie ihr auf den Bilder sehen könnt, randvoll gefüllt und dementsprechend schwer, so dass meine Schwester schon immer fragt, ob ich wieder meine "Mineraliensammlung" dabei habe. Während sie mit ihrer fast vierjährigen Tochter ja kaum noch etwas braucht und immer nur noch eine kleine Umhängetasche (
von mir liebevoll "der Brotbeutel" genannt) dabei hat.
Tja, was kommt in die Wickeltasche, wenn Gläschen, Schnuller & Co daraus verschwunden sind?



Wir fangen einfach mal oben an:

  • Windeln und Feuchttücher: die Essentials. Ohne geh ich nicht aus dem Haus. Ich fühl mich einfach nackig ohne Feuchttücher. Selbst wenn ich ins Büro gehe, habe ich Feuchttücher dabei. Zur großen Freude meiner Kollegen, weil ich Ihnen immer mal schnell den Telefonhörer, den Tisch oder den Mund abwischen kann. 
  • jetzt im Winter kommen dazu: Sonnencreme und Wind-und-Wetter-Creme. Ich weiß ja nicht, ob ich es schon gesagt habe - aber hier in München ist es KALT. Echt kalt. So kalt. Mir ist richtig die Haut an den Händen aufgeplatzt, weil es SO kalt und trocken hier ist. Paul und ich teilen uns die Wind- und Wetter-Creme also. Die Sonnencreme ist schon mal prophylaktisch, falls dann so in drei bis vier Monaten doch der Frühling kommt!
  • Pflaster, Kinder-Nagelschere, beides in einem Täschchen, in dem ich auch immer einen kleinen Notgroschen von ca. 10 Euro dabei habe
  • Wechselkleidung
  • Ein Lätzchen
  • Trinkflasche 
  • Paracetamol für die oft kopfschmerzgeplagte Mutter (die habe ich in jeder Tasche)
  • Taschentücher
  • Kugelschreiber
  • Hausschuhe/Lederpuschen: die sind sehr dünn und passen in jede Tasche. Wir benutzen sie beispielsweise beim Kinderturnen, wenn wir irgendwo zu Besuch sind und allgemein dann, wenn Paul wieder seine verrückten fünf Minuten hat und wie ein Wahnsinniger hin und her flitzen muss
  • Ein bisschen Make Up... obwohl, das wichtigste Utensil habe ich erst später noch in der Tasche gefunden: der Concealer gegen Augenringe selbstverständnlich!
  • ein Beutel für spontane Einkäufe, auf dem "Meine Mama ist die Beste" steht. So ein bisschen Understatement ist ja nie verkehrt.
Spielzeug:  Ich versuche, das Spielzeug in der Wickeltasche regelmäßig auszuwechseln. Was mir offensichtlich hervorragend gelingt, wie ihr an dem kleinen Weihnachtsmann sehen könnt. 


Ansonsten habe ich ein paar Geheim-Tipps:

  • immer dabei: eine Mini-Schaufel. Die gibt es häufig in so Billig-Läden wie Tedi, im Set mit einem kleinen Eimer, Rechen etc. Mit der Minischaufel kann man nämlich nicht nur Sand, sondern auch Schnee, Kies usw herumschaufeln.
  • beim Essen gehen sind immer praktisch: Duplosteine, Aufziehautos, Bücher
  • was da aussieht wie Folie ist übrigens genau das: Folie. Luftpolsterfolie - der Spaß für Jung und Alt! damit kann man nachweislich Kleinkinder sowie Urgroßmütter ausgiebig beschäftigen - ich habs getestet!
  • noch ein Geheimtipp: ein Luftballon. Den kann man durch die Luft sausen oder laut quietschen lassen, aufgeblasen als Ball verwenden usw.
  • intelligentes Spielzeug wie diese Zahlen-Stäbchen von Goula im roten Beutel. Die kann man nach der Größe sortieren, nach Farben, oder einfach unter den Tisch werfen, damit Mama sie aufhebt. Da haben auch alle etwas davon!

Süßigkeiten:  Ich ziehe meinen Hut vor allen, die es im Alltag ganz ohne Süßigkeiten schaffen. Für mich sind sie ganz klar: Der Joker. Wenn gar nichts mehr geht, gehen immer: Gummibärchen. Und Mini-Smarties. Und diese kleinen Rosinen-Päckchen. Als ich die beim Kinderturnen ausgepackt hab, hat mir gleich eine der Super-Moms ein "Sind das Rosinen?! Bestimmt total überteuert! Wie unnötig!" entgegen geschmettert. Wo sie ja auch nicht ganz unrecht hat. Aber das Entscheidende ist ja hier: Sie kommen in einer klitzekleinen Pappschachtel, in die man mit klitzekleinen Wurstfingern hineingreifen muss, um sie hervorzuholen. Und das macht Spaß und beschäftigt, z.B. beim Autofahren. Und ist natürlich auch sehr, sehr gut für die Feinmotorik, sowieso. Das gleiche gilt übrigens auch für die Smarties. 
Und dann noch der Quetschie als gesunde Pseudo-Alternative fürs schlechte Gewissen. 
Ach ja: meistens haben wir tatsächlich noch Obst dabei - Apfelschnitze, Banane usw. Doch, ehrlich!
Nur blöderweise nie beim Kinderturnen. Ach ja, wer kam dann übrigens noch zu uns und wollte auch eine überteuerte Rosine? Frau Unnötigs Sohn! Ha! 
Und...pssst, nicht dem Paul sagen...man kann die auch einfach wieder auffüllen, die Schächtelchen. Zum Beispiel mit Rosinen.


Ach ja, nicht auf dem Bild: Einkaufszettel, Kassenbelege, Rosinen, Gummibärchenverpackung, Geldbeutel, Handy, Schlüssel, etwas, das aussah, als wäre es schon länger tot, sich dann aber als getrocknete Aprikose herausstellte, zerknüllte Taschentücher, Rosinen usw.

So, dann mal die Wickeltaschen auf, meine Damen und Herren - was schleppt ihr so mit euch rum?
Mehr Wickeltaschen gibt es bei der lieben Susanne auf Geborgen Wachsen

Alles Liebe
Julia

...die heute noch in die Berge fährt....wo es sicher auch kalt sein wird....so kalt.... Zum Glück fahren wir mit dem Auto und ich kann meinen kleinen Heizlüfter mitnehmen. Es soll ja Menschen geben, die ohne Heizlüfter verreisen! Hab ich zumindest gehört, aber konnte es nicht recht glauben.

Habt ein wunderbares Wochenende!

25. Januar 2015

Ich packe meine Kita-Tasche und nehme mit...

Hallo ihr Lieben,

die ersten vier Tage Kita-, äh Krippen-Eingewöhnung haben wir nun hinter uns und es ist echt gut gelaufen bisher. Wir waren jeweils eine Stunde da, am Donnerstag bin ich bereits zehn Minuten raus gegangen und am Freitag schon dreißig. Paul ist zwar verständlicherweise immer noch ein bisschen skeptisch, aber sehr interessiert und hat eigentlich sofort mit dem Spielen losgelegt. 
Ich glaube, der Gruppe hat auch jemand wie Paul einfach gefehlt. Jemand, der immer gleich alles wieder aufräumt, der allen Kindern zeigt, wie man die Tiere ordentlich in Reih und Glied stellt und säuberlich die Bauklötze wieder von den Duplo Steinen trennt. Und dabei hat Paul es auch echt nicht leicht, da er schon am zweiten Tag seine persönliche Nemesis gefunden hat... also quasi "das Baby mit nur einer Augenbraue" für die Simpsons-Kenner unter euch. Paul hatte gerade mit den Worten "des nicht da hin g'hört!" einen Holzbaum aus der Tier-Kiste zurück in die Eisenbahn-Kiste befördert, als ein kleines Mädchen den Baum einfach wieder rauswarf. Paul warf den Baum wieder rein, das Mädchen den Baum wieder raus. Paul erstarrte. Warf den Baum wieder rein, das Mädchen warf ihn wieder raus. Paul bekam nervöses Lidzucken. Zum Glück konnte ihn seine neue Bezugserzieherin, die sehr lieb und nett und höchstens 12 ist, mit der Aufforderung am Tisch zu puzzeln ablenken.

Die Erzieherin Nr.2 lachte und erzählte, dass sie im Jahr zuvor auch einen etwas zwanghaften Jungen in der Gruppe hatten, der nicht essen konnte wenn die Farben von Becher und Teller nicht zueinander passten (Paul hat das zum Glück nicht gehört!) und auch immer nur auf einem bestimmten Stuhl sitzen konnte. Just in diesem Moment fing Paul "Nis da, nis da!" zu rufen, denn er wollte nicht auf diesem,  sondern auf einem ganz bestimmten Stuhl sitzen. Nämlich dem in der linken Ecke, auf dem er bereits am Vortag gesessen hatte. Leider saß auf dem bereits ein anderes Kind. Das wollte natürlich nicht weg. Wurde aber, dank Pauls Eingewöhnungs-Bonus, zwangsversetzt. Pauls Welt war wieder in Ordnung. "Es tut mir sehr leid!" sagte ich zu Erzieherin Nr. 2, die sehr höflich lachte, während nun ihr Lid nervös zuckte.

In der Garderobe habe ich auch schon andere nette Eltern, die gerade zu einer Probespielstunde gekommen waren, kennengelernt. Wir plauderten ein bisschen und die Mutter erzählte von ihrem Umzug: "und jetzt sind wir in Moosach im Reihenhaus gelandet!" und ich wieder so mega witzisch: "ja, wir auch!! und ich weiß auch nicht wie uns das passieren konnte. Jetzt fehlt uns nur noch der Weber Grill im Garten, dann sind wir offiziell spießig, höhö!", woraufhin der Vater ganz trocken sagte: "Den haben wir schon!"
Neue Freunde finden - kann ich!!

Überhaupt bin ich auch sehr froh, dass ich jetzt langsam die gefühlt 15seitige Packliste der Krippe abgearbeitet haben. War mir zwischenzeitlich auch gar nicht mehr sicher, ob wir Paul in die Krippe oder auf Nordpol-Expedition schicken.
Zu den mitzubringenden Sachen gehörten unter anderem:
1 Packung Windeln (groß mit Namen beschriftet), Zahnbürste, Zahnpasta, drei Lätzchen ohne Plastikeinsatz, drei Waschlappen in Gruppenfarbe, Matschhose, Gummistiefel, Hausschuhe, zwei Paar Socken, zwei Hosen, zwei Pullis, zwei Langarmbodies (im Winter, im Sommer kurz, bitte eigenständig auswechseln), Strumpfhosen, ein ärztliches Attest, 6,20 Euro (abgezählt!) im Kuvert für den Portfolio-Ordner, Fotos vom Kind, seinen Eltern, von Eltern und Kind und vom Zuhause, eine von den Eltern liebevoll selbst gebastelte Foto-Seite für den Ordner, Wundsalbe, Trinkflasche, Becher....

Und das ist noch längst nicht alles!

Ach ja, natürlich muss alles mit Aufklebern und Wäscheschildern mit Namen drauf versehen werden. Ein Hoch auf stickerkid.de, die mir bereits im Sommer wohlwissend eine Sammlung verschiedener Aufkleber und Wäscheetiketten (nennt sich "Basispaket") gratis geschickt haben.  Sind sehr schön, können individuell gestaltet werden und sind angeblich wasch- und spülmaschinenfest. Ich werde es testen! Vielen Dank dafür!


Ach ja, bezüglich meines letzten Posts. schön, dass es zumindest einigen von euch auch genauso geht! ;)

In diesem Sinne  - habt noch einen wunderbaren Sonntag!

Alles Liebe
Julia