22. September 2014

Paul kocht! Die besten Kochbücher für Kinder, Teil 2: "Kochen für die Kleinen" (+ Lieblingsrezept!)



Hallo zusammen,
und willkommen bei einer neuen Folge:

In der letzten Folge haben wir euch unser Lieblings-Kinderkochuch „Kochen für Polly“ vorgestellt. Aber daneben gibt es natürlich noch andere schöne Kochbücher und eines davon möchte wir euch heute vorstellen: Kochen für die Kleinen: gesund und ideenreich durch's zweite und dritte Lebensjahr von Dagmar Reichel, erschienen im Kosmos Verlag für 14,95 Euro.


Das Konzept:
Rechts oben auf dem Titelbild des Buchs befindet sich ein kleiner Aufkleber mit der Aufschrift „gesund + ideenreich durch’s 2. und  3. Lebensjahr“. Damit ist das Konzept gut beschrieben, das Buch richtet sich also an Eltern, deren Kinder gerade ihre Breizeit hinter sich gelassen haben und soll sie bis zum Beginn des Kindergartenalters mit gesunden Rezepten begleiten (natürlich schmecken die Rezepte aber auch danach noch). Am Anfang werden zunächst auf ein paar Seiten allgemeine Ratschläge zum Thema Kleinkind-Ernährung gegeben, im Vordergrund stehen aber eindeutig die Rezepte, die nach den Kategorien Frühstück, Mittagessen, Snacks und Abendessen angeordnet sind. Also ein klassisches Rezept-Buch und nur am Rande Ratgeber.

Die Umsetzung:
Volle Punktzahl gibt es für die optische Gestaltung des Buchs, die ist wirklich hervorragend gelungen! Fast alle Rezepte sind schön und kreativ bebildert, die Rezepte werden übersichtlich präsentiert, das Layout ist vorbildlich. Auch das Rezept- und Themenregister ist sehr übersichtlich. Man merkt, dass viel Aufwand in die Gestaltung gesteckt wurde (an dem Buch sind neben der Autorin ein Foodstylist, eine Requisiteurin und zwei Foodfotografen und das hat sich gelohnt, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.
Für die Rezepte werden fast ausschließlich frische Zutaten verwendet – es gibt zwar einen kurzen Abschnitt dazu, wie Fertigprodukte mit frischen Zutaten „aufgepeppt“ werden können, dieser besteht aber lediglich aus zwei Rezepten. Gut gefällt uns außerdem, dass die Rezepte viel Abwechslung bieten: es sind viele vegetarische Rezepte mit Reis, Kartoffeln und Gemüse enthalten, aber auch je ein paar Fleisch- und Fischgerichte, Suppen, Getränke und Gebäck. Lobenswert sind auch die unter einigen Gerichten aufgeführten Varianten und die Tipps zur Küchentechnik dürften zumindest für Kochanfänger hilfreich sein. Am besten finde ich aber, dass man bei jedem Durchblättern denkt „ach, das könnten wir mal machen!“, heute habe ich zum Beispiel folgende Rezepte mit einem Klebe-Marker versehen:
  • Arme Ritter aus Hefezopf mit Vanillebeeren
  • Kirchererbsenbällchen mit Blumenkohl, Möhren und Rote Beete (Paul kauft seit Neuestem sehr gerne im dm ein und greift dort aus irgendeinem Grund jedes Mal zum Glas mit den Kirchererbsen. Bei ungefähr jedem dritten Besuch scheitern die Verhandlungen zur Einigung auf ein alternatives Produkt, sodass wir jetzt einen größeren Vorrat an Kichererbsen unser Eigen nennen dürfen)
  • Ei im Gläschen mit Schnippelgemüse (klingt verrückt und sieht gut aus)
  • Fruchtige Birnen-Muffins mit weißer Schokolade (rechtzeitig zur Birnen-Saison hat Julia eine plötzliche Vorliebe für Birnen entwickelt :)
Ein paar Dinge sind aus meiner Sicht aber nicht ganz ideal gelungen. Zum einen ist der Zeitaufwand der meisten Gerichte ein Stück größer als bei „Kochen für Polly“. Es hält sich zwar bei fast allen Rezepten in erträglichen Grenzen (im Durchschnitt so ca. 30 Minuten, z.T. zuzüglich Garzeit, wobei die Zeitangaben realistisch bis leicht optimistisch sind), aber mit Kleinkind ist die Zeit eben oft sehr knapp bemessen. Zum anderen sind die Mengenangaben recht unterschiedlich. Mal stehen bei einem Rezept die Mengen für zwei Erwachsene und zwei Kinder, mal für zwei Kinder, mal für eine bestimmte Stückzahl. Das ist etwas verwirrend und zumindest bei uns essen kleine und große Menschen das gleiche – schon allein deshalb, weil ich keine Lust habe, verschiedene Gerichte zu kochen. Die Anordnung der Rezepte nach Mahlzeiten finde ich ok, man muss  sich ja nicht sklavisch daran halten, ein Mittags-Rezept schmeckt auch abends und wer es wie wir eher mit light Lunch + warmem Abendessen hält, der könnte die beiden Kategorien gerade rumdrehen.

Besonders geeignet für: Alle, die Wert auf gesunde und abwechslungsreiche Rezepte legen und dafür auch bereit sind, ein paar Minuten länger am Herd zu stehen. Wegen der schönen optischen Gestaltung auch prima als Geschenk geeignet. Oder als Zweit-Kochbuch für’s Wochenende  ;-) Schwerpunkt liegt auf Rezepten, Ratgeber nur am Rande.

In einem Satz: Sehr schön gestaltetes Kochbuch mit vielen unterschiedlichen Rezepten, die ein wenig Zeit und evtl. Rechenkünste zur Anpassung der Mengenangaben erfordern.

Das Lieblingsrezept: "Feine Fisch-Küchlein aus Kartoffeln und Lachsfilet"

Paul ist wahrlich kein großer Fisch-Esser (das muss er von seiner Mutter haben) und Kartoffeln sind seiner Meinung nach nur für zwei Dinge zu gebrauchen: zum Schälen und zum Werfen. Kombiniert man aber beides mit diesem Rezept, dann verputzt Paul die kleinen Bällchen unter "Balli! Balli!"-Rufen im Dutzend. Funktioniert nicht nur mit Lachs, sondern auch mit anderem Fischfilet (bitte auf das MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang achten für ein zumindest halbwegs gutes Gewissen).


Zutaten für 2 Kinder:
150g mehligkochende Kartoffeln
75ml Gemüsebrühe
75g Lachsfilet
1 Ei (Größe S)
75g Mehl
1 TL Zitronensaft
½ TL mittelscharfer Senf
1 EL Petersilie
Salz
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
1. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen und die Kartoffeln darin zugedeckt 8 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen.
2. Den Lachs waschen, trocken tupfen, nach Gräten absuchen und die Gräten entfernen. Den Lachs auf die Kartoffeln legen und zugedeckt weitere 5 Minuten garen. Den Topf von der Herdplatte nehmen und den Lachs und die Kartoffeln im geschlossenen Topf noch 5 Minuten ziehen lassen.
3. Den Fisch aus dem Topf nehmen. Die Kartoffeln in der eventuell verbliebenen Brühe mit einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken.
4. Das Ei mit dem Mehl, dem Zitronensaft, dem Senf und der Petersilie untermischen. Mit Salz würzen. Zuletzt den Lachs fein zerpflücken und ebenfalls unter die Kartoffelmasse mischen.
5. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Von der Kartoffelmasse mit einem Esslöffel 6-8 Portionen abstechen, in die Pfanne geben und mit dem Esslöffel zu kleinen Küchlein flach drücken. Im heißen Öl von jeder Seite 3-4 Minuten braten.

Zeitbedarf: 40 Minuten

Meine Tipps: Wenn die Eltern mitessen möchten, müssen die Mengenangaben eben umgerechnet werden. Da beim letzten Mal die Batterie unserer Waage leer war, musste ich das grob abschätzen. Das Rezept ist zum Glück recht tolerant gegenüber leichten Veränderungen, den Mehl-Anteil finde ich ohnehin etwas hoch. Der Teig kann einigermaßen klebrig werden, mit feuchten Händen lassen sich die Küchlein und Bällchen dann besser formen.
Pauls Tipp: Große Küchlein sind doof! Kleine Bällchen (etwa in der Größe einer Kirsche wie auf dem Foto zu sehen) schmecken viel besser.
Julias Tipp: Schmeckt selbst Erwachsenen, die nicht gerne Fisch essen, seeehr gut! :) Als Beilage bietet sich z.B. ein Salat an.

Guten Appetit!
Wir freuen uns auch über Kommentare, wenn ihr das Rezept ausprobiert habt! :)

P.S. die bisherigen "Paul kocht" Beiträge findet ihr hier.

17. September 2014

Ein klitzekleiner Urlaub

Hallo ihr Lieben,

langsam ist wieder Land in Sicht. Mein Arbeitsprojekt ist fast abgeschlossen, so dass ich in zwei Wochen mit gutem Gewissen Abschied nehmen kann, und auch beim Thema Wohnungssuche sind wir vorangekommen. Gefühlt haben wir die letzten beiden Wochen nur auf der Autobahn zwischen der Pfalz und München verbracht, haben viele Wohnungen und ein Haus angeschaut, hätten die allererste Wohnung genommen, aber nichts mehr gehört, hätten das Haus genommen und es schon gedanklich fertig eingerichtet, bis die Absage kam, und dann kam doch noch die Zusage für die allererste Wohnung. Noch ist nichts unterschrieben, ein paar Dinge müssen noch geklärt werden, aber grundsätzlich sind wir ein großes Stück weiter. Hurra!

Heute waren es 26 Grad an der Weinstraße und Paul und ich haben das schöne Wetter für einen kleinen Ausflug zum Leinsweiler Hof genutzt, einem hübschen kleinen Hotel mit Restaurant, das einst sogar mein Urgroßonkel gepachtet hatte. Ich bin total gerne dort, allein schon die Fahrt dorthin durch Weinberg-Serpentinen und lauter hübsche kleine Dörfer ist ein Traum. Von der Terrasse aus hat man einen traumhaften und weiten Blick auf die Weinberge der südlichen Weinstraße:


Wir haben zuerst auf der schönen Terrasse Mittag gegessen. Auch wenn alles etwas "gehobener" ist, ist man dort sehr kinderfreundlich: Es gibt mehrere Hochstühle, eine Kinderkarte und es kam sogar ein eigener kleiner "Gruß aus der Küche" für Paul:


Das Personal ist sehr kinderfreundlich und auf der Terrasse lässt es sich schön spielen.




Nach dem Essen sind wir noch zum Baden an den Pool gegangen. Auch als Nicht-Hotel-Gast darf man gegen eine Gebühr von 10 Euro baden gehen, Paul durfte sogar umsonst hinein.




Mitte September nochmal in der Sonne zu liegen und zu baden war soo schön - ein richtiger kleiner Kurzurlaub! Paul war auch super drauf, hat die ganze Zeit gelacht und Quatsch gemacht und ich habe wieder gemerkt, wie schön es ist, so bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Auf der Heimfahrt ist Paul dann leider eingeschlafen und ich musste ihn wecken, wodurch er dann den restlichen Nachmittag super knatschig und schlecht drauf war. Ach ja, man kann ja nicht alles haben. ;)

Äh...auch wenn sich das jetzt wie ne Werbeanzeige oder ein sponsored post liest, das ist es nicht (Schade eigentlich! so ein gesponsorter Urlaub wär es doch mal! :). Einfach nur ein Ausflugstipp für die Leute aus der Region oder diejenigen von euch, die gerne mal in der Pfalz Urlaub machen wollen. Ich kann es nur empfehlen! :)

Habt noch eine schöne Woche!

Alles Liebe
Julia




8. September 2014

Best of Suchanfragen Teil 2

Hallo ihr Lieben,

jaaa, ich weiß, der Blog bleibt gerade im Chaos zwischen Arbeiten, Wohnungsbesichtigen und Jobsuche etwas auf der Strecke. Aber wenn ich ab Oktober arbeitslos bin und nur noch in der Jogginghose auf der Couch liege, habe ich ja wieder viel Zeit zum Bloggen, höhö. Dann gibt es die ganze Zeit "Julia-mistet-aus"-Post, ich sag's euch. Immer wenn ich auf den Speicher gehe, möchte ich mich am liebsten in die Ecke kauern und vor mich hinschaukeln bei der Vorstellung, dass wir das bald alles ausräumen müssen. Woher kommt all dieses Zeugs?! Es ist mir ein Rätsel. Von mir ganz bestimmt nicht. Husthust. Aber diese zehn ungetragenen Abendkleider, die waren nunmal wirklich ALLE nötig, denn es ja hätte sein können, dass ich spontan auf eine Gala eingeladen werde oder so! Naja, vielleicht mach ich auch einen Flohmarkt-Zweitblog, das habe ich auch schon auf einigen anderen Blogs gesehen. Braucht jemand vielleicht ein Abendkleid? Oder...äh... ein Brautkleid? :DD

Jetzt macht Paul gerade ein Nickerchen, so dass ich zumindest mal wieder einen kleinen Post veröffentlichen kann. 
Es ist mal wieder ein Best-of-Suchanfragen-Post, da der letzte ja schon wieder über ein Jahr her ist.
(Suchanfragen sind Begriffe oder Sätze, die jemand bei google eingegeben hat und dann auf meinem Blog gelandet ist)

Los geht's! :)

- plastikschildkröte als fortbewegungsmittel 
(kann man machen. könnte halt etwas unbequem werden bei weiteren strecken. Oder auf der Autobahn)

- erdnüss kurs
(ein Kurs? Zum Thema Erdnuss?)

- 2 mamas und eine erdnuss (äh....? Wieso? und wieso nur eine Erdnuss?)

 - männer mit windeln im brautkleid 
(einfach schön!)

- schwangerschaft schrumphosen 
(nicht zu verwechseln mit Strumpfhosen. Nur die echten schrumphosen sorgen für schrumpige schrumpen)

- um fünf uhr aufstehen um den haushalt hinzukriegen 
(hahahahaha....also wie man mit dieser anfrage auf meinem blog landen konnte ist mir ein rätsel. :D) 

- lustige untenrum lachen
(oh ja, wer lacht nicht gern lustig untenrum!)

- es gibt nichts das schöner ist wie du 
(doch! die richtige Verwendung des Komparativs)

- in damenwäsche ist auch mein mann schön angezogen
(aber unbedingt!)

aus der Reihe: das wäre mal ein viel coolerer Blogtitel gewesen:
- chaos couch coach
(die perfekte Alliteration! maaaannnn! du hättest ja mal früher suchen können! :)

- was bedeutet es, wenn man die Katze lieber im Bett hat als den Mann
(.ähm...weißte selbst, oder? ;)


zum abschluss mein persönliches Highlight:

- mann isst für Wochenbett vorgekochtes weg :(

(oh, das ist zwar nicht nett, aber....prust...gnihihi...hihi....sorry, muss immer noch lachen....)

Kommt gut in die neue Woche!

Alles LIebe
Julia

20. August 2014

Pauls erstes Besteck

Hallo ihr Lieben,

wer schon länger hier mitliest, weiß, dass Kochen bei uns daheim Männersache ist. Ich koche nicht gerne und kann es auch nicht sehr gut. Auf jeden Fall hat mein Mann in seinem Sohn nun endlich jemanden gefunden, der seine Freude am Kochen teilt. Wann immer sein Papa am Herd steht, muss Paul auch "hoch, hoch" und darf dann auf der Anrichte sitzend Bananen schälen oder Nudeln in den Kochtopf werfen oder andere unglaublich aufregende Sachen machen. Auch das Selber-Essen klappt schon ganz gut, wenn es auch immer wieder durchbrochen wird von Wut- und Heulattacken, etwa, wenn die flutschige Erbse sich nicht aufspießen lassen will oder das Müsli immer wieder vom Löffel tropft.


Seine ersten Versuche, mit Besteck zu essen, hat Paul mit dem "Toddler-Set" von Truls & Trine* gemacht, das uns schon vor einigen Monaten zugeschickt wurde. Ich bin immer noch sehr begeistert von dem schlichten, aber intelligenten Design, zumal die meisten anderen Bestecke, die man im Laden kaufen kann, viel zu schmale Griffe haben. Das Toddler Besteck hingegen besitzt eine rundliche, ergonomische Form, die mit der ganzen Hand umfasst werden kann. Denn so halten Kleinkinder anfangs ihr Besteck ja auch und nicht wie wir Erwachsenen zwischen den Fingern.


Die Fotos sind nun drei Monate alt - mittlerweile kann Paul auch schon ganz gut mit schmalem Besteck umgehen; für die ersten Schneide-Versuche nutzen wir aber noch gerne das Messer aus dem Toddler-Set, das weder zu stumpf noch zu scharf ist.

Auf den Fotos sieht man ja auch schön die tägliche Vorher-Nachher-Essensschlacht, fällt mir gerade auf :D - obwohl das tendenziell auch schon ein besser geworden ist. Aber den Tripp Trapp schrubb ich immer noch jeden Tag, ach ja. ;)
Was man auf den Bildern auch ganz gut sehen kann - es scheint, dass Paul ein Linkshänder ist/wird. Das bestätigt sich täglich, da er fast alles, was Fingerspitzengefühl oder Kraft erfordert mit der linken Hand macht. Ich hätte nich gedacht, dass man das so früh schon feststellen kann, aber es ist ascheinend so.

Der Teller ist übrigens auch von Truls & Trine - das Besondere ist, dass er leicht beschwert ist und nicht so leicht wegrutscht. (das gilt für die ganze Geschirrserie, auch die Schüssel und den Becher)
Das Besteck und das Geschirr sind nun seit mehreren Monaten fast täglich bei uns im Einsatz sowie in der Spülmaschine und sehen immer noch tadellos aus. Mit 25 Euro ist das Besteck sicherlich kein Schäppchen, aber ich finde es trotzdem empfehlenswert.

habt noch eine schöne Woche!

Alles Liebe
Julia

*Die besprochenen Produkte wurden uns kosten- und bedingungslos von Truls&Trine zur Verfügung gestellt.